Begriffe wie „Burn-Out“ (Überlastung) oder „Bore-Out“ (Unterlastung) markieren die Extreme. Eine aktuelle Untersuchung der AOK zeigte, dass die psychischen Belastungen inzwischen die längsten Fehlzeiten verursachen. Auch die Landeshauptstadt sorgt sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter.
Der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Klaus-Peter Murawski, stellt hierzu fest: „Die Landeshauptstadt ist ein attraktiver Arbeitgeber, die Aufgabenfelder haben sich in den letzten Jahren nicht nur vernetzt, sondern auch erheblich erweitert. Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter immer höheren Belastungen ausgesetzt sind. Gesundheitsvorsorge ist ein globales Thema, denn es macht es große Unterschiede, ob unsere Mitarbeiter Blumenbeete beackern, Mülltonnen ziehen, Kinder betreuen oder vor dem PC sitzen. Unser Maßnahmenkatalog ist daher sehr umfangreich. In enger Zusammenarbeit mit dem Personalbeirat werden wir weiterhin gesundheitlich belastende Arbeitsfelder analysieren und möglichst umgehend Abhilfe schaffen.“
Der Krankenstand innerhalb der Stadtverwaltung war in jüngster Vergangenheit Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch: „Manche Veröffentlichung zeichnet ein schiefes Bild. Beispiel Gesundheitsamt: Hier sind im Rahmen von Organisationsuntersuchungen massiv Stellen abgebaut worden, ohne dass Aufgaben weggefallen sind.“ Das Gesundheitsamt zählte im Jahr 2000 noch 280 Stellen, vier Jahre später 183 und im vergangenen Jahr 121. „Außerdem sind durch die neue Einschulungsuntersuchung und durch das neue Kinderschutzgesetz Aufgaben im erheblichen Maße dazugekommen. Somit muss man im Gesundheitsamt von einer Arbeitsverdichtung sprechen.“


