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Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch verabschiedet
Nach 20 Jahren als Sozialbürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart ist Gabriele Müller-Trimbusch am Donnerstag, 29. Juli, im Rahmen eines Festakts verabschiedet worden.

Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte ihren großen Einsatz als Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, der weit über die Grenzen der Stadt ausstrahlte.

Frau Müller-Trimbusch war über 20 Jahre eine Bürgermeisterin, die mit viel Herzblut und Mitgefühl und innovativen Projekten die sozialen Belange der Menschen, ob alt oder jung, vertreten hat.“

Schuster weiter: „Zukunftsweisend waren ihre Initiativen zur Weiterentwicklung der Kindergärten zu Kindertagesstätten, die zugleich einen Bildungsauftrag wahrnehmen. Und das Konzept ‚Einstein in der Kita’ wurde mehrfach ausgezeichnet. Um ein besseres und neues Miteinander von jüngeren und älteren Generationen zu erreichen, hat sie das Konzept der Generationenhäuser entwickelt, ein zukunftsweisender Ansatz, der inzwischen bundesweit übernommen worden ist.“

Die große Vielfalt des Wirkens von Gabriele Müller-Trimbusch machten auch die Festredner deutlich. Für die Landesregierung sprach der stellvertretende Ministerpräsident, Justizminister Professor Dr. Ulrich Goll, für die Träger sozialer Einrichtungen Stadtdekan Prälat Michael H.F. Brock, für die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs Barbara Traub und die Intendantin des Theaters Rampe, Eva Hosemann.

Im Mai dieses Jahres waren es genau 20 Jahre, in denen Gabriele Müller-Trimbusch als Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit die Geschicke der Landeshauptstadt Stuttgart an entscheidender Stelle mitgestaltete.

 

Geboren am 25. August 1945 in Dörphof, Schleswig-Holstein, studierte Gabriele Müller-Trimbusch Englisch, Geschichte und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der University of Bloomington, Indiana, USA. Sie schloss ihr Studium mit der Ersten und Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen ab und war von 1971 bis 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Stuttgart am Institut für Linguistik und Anglistik.

1990 wurde sie vom Gemeinderat als Beigeordnete für Soziales und Schulen gewählt. Seit 1993 ist sie als Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit zuständig. 1998 und 2006 wurde sie vom Gemeinderat wiedergewählt. Sie hört altersbedingt mit Vollendung des 65. Lebensjahres auf.

Gabriele Müller-Trimbusch hat sich viele Meriten in der Jugend- und Sozialpolitik erworben, unter anderem gestaltete sie an verantwortlicher Stelle die Flüchtlingsarbeit in besonders humaner Weise mit. Die Idee und das Konzept ihrer Generationenhäuser sind vielfach preisgekrönt worden. In den Partnerstädten Samara, Lodz und Brünn sind ebenfalls unter ihrer Federführung Generationenprojekte entstanden, die der Verständigung und Versöhnung dienen im Hinblick auf die besondere historische Verantwortung Deutschlands. Eines der wichtigsten Themen war für sie das Zusammenwirken der verschiedenen Hilfesysteme, damit die sozialen Leistungen bürgernah erbracht werden können, der Ausbau der Kinderbetreuung und die Weiterentwicklung der Angebote für alte Menschen.

Von ihren vielen Ehrenämtern seien genannt: Seit Gründung der Bundesstiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, die das Leben und Wirken des ersten Bundespräsidenten erforscht, ist sie deren Vorstandsvorsitzende. Zur Stiftung gehört auch eine Gedenkstätte im ehemaligen Wohnhaus von Theodor Heuss auf dem Killesberg.

Sie war in verschiedenen Aufsichtsräten tätig (zum Beispiel Wohlfahrtswerk, Nikolauspflege), war Vorsitzende des Sozialausschusses des Städtetages Baden-Württemberg, Sprecherin der Christlich-Jüdischen Gesellschaft, Mitglied im Stiftungsrat „Familie in Not“ und Vorstandsmitglied der Württembergischen Bibliotheksgesellschaft.

Für ihren neuen Lebensabschnitt hat Frau Müller-Trimbusch sich einige Aufgaben vorgenommen. So wurde sie als ehrenamtliche Richterin an das Bundessozialgericht berufen und wird in der Härtefallkommission des Landes Baden-Württemberg weiter mitwirken.

Kultur ist ihr großes Faible, besonders in der Oper ist sie gern und oft. Seit vielen Jahren ist sie Vorsitzende des Autorentheaters Die Rampe.

Auch wird sie sich weiterhin einem ihrer Hobbys, der Rosenzucht widmen; in ihrem Rosengarten pflegt sie und erfreut sich an nahezu 100 verschiedenen Rosenarten.

 





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Quelle: Pressemitteilung Stadt Stuttgart / 30.07.2010

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