08.02.2011 Aktuelles
Die kommunalen Wohnungsunternehmen der Städte Esslingen, Friedrichshafen, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Ulm wollen ein leistungsfähiges Konsortium bilden.
In einem “Letter of Intend“ haben sie jetzt die Absicht erklärt, sich am Bieterverfahren für die Wohnungsbestände der LBBW Immobilien zu beteiligen. Freiburg und Heidelberg werden noch im Februar über einen Beitritt entscheiden. Weiteren interessierten Kommunen und kommunalen Wohnungsunternehmen soll ein späterer Erwerb der in ihrem Gebiet liegenden Bestände ermöglicht werden. Die LBBW muss sich bis Ende 2012 vom Geschäftsfeld Wohnungen trennen. Dies hat die EU-Kommission im Zuge der Kapitalerhöhung zur Auflage gemacht.
Die Kommunen und ihre Wohnungsunternehmen haben großes Interesse am Erwerb der Wohnungen der LBBW Immobilien sowie an der nachhaltigen Bereitstellung und Bewirtschaftung dieser Objekte. “Wir müssen als Kommunen Flagge zeigen. Ein Kauf der Wohnungen durch bewährte, sozial verantwortlich agierende kommunale Unternehmen wird zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum beitragen“, sagt Erster Bürgermeister Michael Föll. Er verweist vor allem auf ein rückläufiges Angebot an preiswertem Wohnraum in Baden-Württemberg in den letzten Jahren. “Als Stadt wollen wir vorhandenen Wohnraum zu günstigen Preisen sichern“, so Föll weiter. Der LBBW gehören bislang in Stuttgart etwa 3.900 Wohnungen.
Die jeweiligen Wohnungsunternehmen der neun Kommunen sind Eckpfeiler einer sozial ausgewogenen Wohnraumversorgung und unverzichtbar für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Baden-Württemberg. Mit über 83.000 eigenen Mietwohnungen, mehr als 1.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme in Höhe von insgesamt 3,2 Milliarden Euro verfügen diese Unternehmen neben ausgeprägter sozialer Verantwortung auch über eine solide wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und eine ausgezeichnete Fachkompetenz. Sie garantieren dauerhaft die Bereitstellung und nachhaltige Bewirtschaftung von lebenswertem und kostengünstigem Wohnraum.
Bürgermeister Föll erklärt: “Diese vorkonsortiale Vereinbarung musste frühzeitig geschlossen werden. Damit können sich die Kommunen rechtzeitig positionieren, bevor der Verkaufsprozess startet. Die konkrete Ausgestaltung des Angebots werden wir in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat erarbeiten.“


